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Bessere iPhone-Fotos – so gehts!

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Herausgegeben von in iPhone ·
Tags: iPhone

Mit wenigen Einstellungen und dem Befolgen einiger elementarer  Grundregeln machen Sie viel bessere Fotos und Videos mit dem iPhone. Die  folgenden Tipps beziehen sich alle auf das aktuelle Betriebssystem iOS  11, funktionieren aber zu einem grossen Teil auch mit den älteren  Systemversionen. Die Effekte für Porträtund Bühnenlicht sind jedoch den  Geräten mit Dualkamera vorbehalten, also dem iPhone 7 Plus, dem iPhone 8  Plus und dem iPhone X.



Wichtige Einstellungen

Die Einstellungen der Kamera sind ab Werk auf  den Geschmack der breiten Masse zugeschnitten. Umso mehr lohnt sich ein  genauer Blick, denn sonst entgeht Ihnen vielleicht das Beste: Öffnen Sie  in den Einstellungen den Bereich Kamera, Bild 1.

Einstellungen beibehalten
Bereits die erste Option A ist eine willkommene  Neuerung von iOS 11. Hier legen Sie fest, welche Einstellungen  beibehalten werden sollen, auch wenn Sie die Kamera-App schliessen. Der  Nutzen: Falls Sie in den Ferien mit einer regulären Kamera fotografieren  und das iPhone nur als Camcorder verwenden, aktivieren Sie hier zum  Beispiel die Option Kameramodus, damit die Videofunktion zwischen zwei  Drehs beibehalten wird.

Wasserwaage
Wenn Sie die Funktion Raster B aktivieren, wird das Display in 3×3  Segmente unterteilt. Legen Sie das Hauptmotiv auf einen der  Schnittpunkte, um eine gefällige Bildkomposition zu erreichen. Das ist vielen Fotografen bekannt. Neu ist  jedoch die zusätzliche Wasserwaage. Sie wird zusammen mit dem Raster  eingeblendet, wenn Sie das iPhone waagrecht über eine Vorlage halten.  Bringen Sie die beiden Kreuze für eine optimale Ausrichtung des Motivs  zur Deckung.

Videoauflösung
Die beste Auflösung für Videos ist die höchste, die Ihr iPhone meistert C. Beim iPhone 8 (Plus) und beim iPhone X ist das die 4K-Auflösung mit 60 fps. Im Zeitalter der 4K-Fernseher sollten Sie sich nicht mit weniger zufriedengeben. Was heute übertrieben wirkt, beschert Ihnen später die schönsten Erinnerungen – zumindest technisch gesehen.

QR-Codes scannen
Aktivieren Sie die Option D und führen Sie die  Kamera über einen QR-Code, zeigt das iPhone am oberen Rand, was sich  dahinter verbirgt, Bild 2. Eine Webadresse wird mit einem Tippen im  Webbrowser Safari geöffnet – oder drücken Sie wie gewohnt den Auslöser,  um das Foto zu schiessen. Testen Sie die Funktion, indem Sie einen der  QR-Codes auf dieser Doppelseite anvisieren.











Porträt- und Bühnenlicht sowie Bessere Fotos

Porträt- und Bühnenlicht
Der Porträteffekt ist auf dem iPhone 7 Plus, dem  iPhone 8 Plus und dem iPhone X verfügbar. Das eindrucksvolle  «Bühnenlicht» gibt es hingegen nur auf dem iPhone 8 Plus und dem iPhone  X. Mit den folgenden Techniken erzielen Sie auf jeden Fall die besten  Resultate.

Keine Scheu!
Mit iOS 11 wurde das neue Bildformat HEIF (High  Efficiency Image File) eingeführt, das wesentlich mehr Daten speichern  kann als bunte Pixel. Der grosse Vorteil: Damit sind die Effekte für  Porträts und für das Bühnenlicht nicht länger in Stein gemeisselt:  Tippen Sie zum Beispiel bei einem Porträtfoto auf die Option Bearbeiten,  um den Effekt nachträglich zu ändern oder sogar ganz zu entfernen, Bild  3. Das funktioniert allerdings nicht für Porträtfotos, die Sie früher  unter iOS 10 aufgenommen haben.

Abstand wahren
Um für die Effekte eine ideale Ausgangslage zu  schaffen, achten Sie auf drei Dinge: Erstens vergrössern Sie den Abstand  zwischen dem Modell und dem Hintergrund. Zweitens vermeiden Sie Objekte  und erst recht andere Personen im Vordergrund. Und zu guter Letzt  erzielen Sie die besten Ergebnisse, wenn der Hintergrund dunkler als das  Motiv ist – deshalb sollten Sie auch mit dem eher ungeliebten Blitz  experimentieren.

Brillengläser
Brillengläser lassen den Effekt am häufigsten  platzen, weil das Motiv hinter dem Glas fälschlicherweise scharf ist.  Lassen Sie das Modell deshalb nach Möglichkeit den Kopf so drehen, dass  die Gläser nicht über die Kontur des Gesichts oder der Haare  hinausreichen.

Flucht ins Bühnenlicht
Wenn der Porträteffekt auf dem iPhone 8 Plus  oder iPhone X nicht das gewünschte Resultat zeigt, versuchen Sie den  Bühnenlichteffekt. Dort erhalten Sie oft noch verblüffende Resultate,  weil der Hintergrund in tiefstem Schwarz versinkt. Erst wenn auch das  nicht fruchtet, sollten Sie den Effekt nachträglich zurücknehmen.

Bessere Fotos
Fotografieren darf mit Fug und Recht als  Kunstform angesehen werden. Doch abseits von Komposition und Inhalt  helfen folgende Techniken.

Die beste Kamera-App
Diese Krone trägt die App, die Apple mit jedem  iPhone mitliefert – und das gleich aus mehreren Gründen. Nur sie kann  alle technischen Möglichkeiten der Hardware ausnutzen (riesige  Panoramen, Porträtmodus, Burst-Modus, 4K-Videos mit 60 Bildern pro  Sekunde etc.). Ausserdem ist sie die einzige Kamera-App, die sich direkt  im Sperrbildschirm starten lässt – ein enormer Vorteil, denn die  meisten Schnappschüsse sind zeitkritisch. Deshalb: Verwenden Sie so  viele Apps für die Nachbearbeitung, wie Sie wollen; aber für die  Aufnahme selbst ist die mitgelieferte Kamera-App fast immer die beste  Wahl.

Burst-Modus
Er wird gerne übersehen und ist doch so  wertvoll: der «Burst»-Modus, bei dem das iPhone zehn Bilder pro Sekunde  aufnimmt – so viele, wie Sie wollen, und alle in maximaler Qualität.  Dazu halten Sie einfach den Auslöser gedrückt. Anschliessend wählen Sie  die besten Fotos aus: beim Penaltyschiessen, beim Abheben vom  Sprungbrett, beim Ausblasen der Geburtstagskerzen oder in jeder anderen  Situation, in der es auf den Bruchteil einer Sekunde ankommt.

Neue Live Photos
Die Live Photos gibt es schon seit dem iPhone  6s: Ein reguläres Foto wird von einem 3 Sekunden langen Video ummantelt,  das durch ein längeres Drücken auf den Bildschirm zum Leben erwacht. Ab  iOS 11 und ab dem iPhone 7 wird diese Verbandelung zwischen Video und  Foto neu genutzt. Schiessen Sie ein Live Photo. Tippen Sie auf  Bearbeiten und wählen Sie aus den neuen Effekten: So verschwimmen zum  Beispiel Wasserfälle auf eine Weise, wie man es sonst nur mit grossen  Kameras, einem Stativ und langen Belichtungszeiten hinbekommt, Bild 4.




Tiefenkarte nutzen

Damit Effekte wie Porträt oder Bühnenlicht  zustande kommen, knipst das iPhone immer mit dem Teleobjektiv.  Gleichzeitig wird mithilfe des Weitwinkels eine «Tiefenkarte» erstellt,  die für die Berechnung des Effekts verwendet wird. Seit iOS 11 ist eben  diese Karte auch für die App-Entwickler zugänglich, Bild 5.















Bessere Videos
Videos werden heute vielfach wie Schnappschüsse  behandelt. Sie sind oft nur wenige Sekunden lang und für sich isoliert.  Wenn Ihre Ambitionen darüber hinausgehen, sollten Sie die nachfolgenden  Tipps beherzigen.

Querformat
Ohne Wenn und Aber: Videos werden immer im  Querformat gedreht, wenn Sie die Streifen jemals ausserhalb des iPhones  herumzeigen möchten. Jeder Fernseher, jeder Monitor, jede Website und  auch YouTube zeigen Videos im Querformat – oder mit hässlichen schwarzen  Rändern an der Seite, weil im Hochformat gefilmt wurde. Im Unterschied  zu Fotos ist die Ausrichtung keine Sache der künstlerischen Freiheit  oder des Ermessens, sondern eine unumstössliche Regel.

Optisch stabilisiert
Natürlich sollte ein Video möglichst ohne  Zittern aufgenommen werden. Ab dem iPhone 6 verwendet Apple eine  digitale Beruhigung unter dem klingenden Namen «Cinematic Video  Stabilization». Das Problem: Diese funktioniert nicht mit 4KVideos, weil  die Datenlast zu hoch ist. Ausserdem gibt es eine noch bessere Lösung,  nämlich die optische Stabilisierung, bei der das Bild durch bewegliche  Linsen beruhigt wird. Leider sind nur die folgenden Objektive für  Videoaufnahmen optisch stabilisiert: iPhone 6 Plus, iPhone 7, iPhone 7  Plus (nur Weitwinkel), iPhone 8, iPhone 8 Plus (nur Weitwinkel) und  iPhone X (beide Kameras). Da Teleaufnahmen stärker zu Verwacklungen  neigen, sollten Sie mit dem iPhone 7 Plus und iPhone 8 Plus Ihre  4K-Aufnahmen nur mit Weitwinkelobjektiv drehen.

Frisch geschnitten
Videos werden meistens unter chaotischen  Umständen gedreht – doch sie gewinnen enorm an Qualität, wenn die  überflüssigen oder misslungenen Teile weggeschnitten werden. Laden Sie  das kostenlose iMovie von Apple herunter und machen Sie sich damit  vertraut, Bild 6. Sie werden staunen, wie viele gehobene Funktionen auf  einem iPhone möglich sind.

FILMIC Pro
Für die Aufnahme von Fotos mag die Kamera-App von Apple die erste Wahl  sein – doch für Videoaufnahmen gilt das nur bedingt. Wenn Sie es mit der  iPhone-Filmerei ernst meinen und zum Beispiel ein externes Mikrofon  oder Stativ verwenden, dann darf die App nicht schwächeln. FiLMiC Pro  kostet zwar 15 Franken, doch es gibt kaum etwas, das diese App nicht  kann: Gamma-Steuerung, Zebramuster für die Belichtungskontrolle,  Effekte, variable Bildraten und vieles mehr, Bild 7. Falls Sie diese  Video-App nicht zufriedenstellt, dann schafft das sicher auch keine  andere. Allerdings ist das keine App für spontane Aufnahmen, sondern für  durchdachte Videoshootings.






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